Aus der Ratssitzung vom 17.09. 2012
Unsere Stellungnahmen zu den Abschlüssen von Kanal- und Wasserwerk

 
 

Stellungnahme der FWG-Fraktion zum Jahresabschluss 2011 – KANALWERK
In der vorbereitenden Ausschusssitzung am 27.08.2012 wurde den Ausschussmitgliedern der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2011 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Integral-Treuhand erläutert.  Im Vergleich zum Jahresabschluss 2010, bei dem wir mit einem Gewinn von rd. 380 000,- € noch mit rd. 91.000,- € über dem erforderlichen Mindestgewinn lagen, weist das Jahresergebnis 2011 einen Jahresverlust von rd. 18.300,- € aus., d.h. der vorgeschriebene Mindestgewinn von rd. 281.000,- € wurde um 299.000,- € unterschritten. Die wesentlichen Gründe hierfür resultieren aus dem um 421.000,- € höheren Materialaufwand bei der Kanalsanierung Niederkirchen. Obwohl hier investiert wurde, finden sich diese Kosten auf der Passivseite, weil eine Sanierung erfolgte und keine neuen Anlagen hergestellt wurden, die auf der Aktivseite aufgeführt werden.
Doch wo Schatten ist, gibt es bekanntlich zuerst Licht! Positiv zu bewerten ist die weitere Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um rd. 200.000,- €. Dazu kommt noch die gute Vermögenslage des Werkes, dessen Eigenmittel im Verhältnis zu Fremdkapital am Bilanzstichtag 52,72% der Bilanzsumme ausmachten. Weiterhin als besonders günstig zu erachten ist die Tatsache, dass das Werk Finanzierungsmittel aus eigener Kraft  erwirtschaftet hat, um die Investitionen selbst zu finanzieren.  Insgesamt steht das Kanalwerk also auch weiterhin auf gesunden Füßen. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten oder sonstige negative Einflüsse auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage sind lt. dem vorliegenden Prüfbericht nicht erkennbar.
Erwähnen möchte ich noch die  im Januar 2012 im VG-Rat beschlossene neue Gebührenkalkulation rückwirkend zum 01.01.2012. Hier wurden die Gebührensätze für Schmutzwasser von 3,00€ pro cbm auf  2,68€ pro cbm festgesetzt und die Gebühren für Niederschlagswasser betragen nun 0,91€ pro qm gebührenpflichtige Fläche. Dadurch soll die festgestellte Schieflage zwischen den Bereichen Schmutz- und Niederschlagswasser aufgefangen werden, das abschließende Ergebnis der Gebührenanpassung werden wir im Jahresabschluss 2012 erfahren.
Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern der VG-Werke und der Verwaltung für ihre geleistete Arbeit und werden dem Beschlussvorschlag der VG-Verwaltung zustimmen. 

 

 

Stellungnahme der FWG-Fraktion zum Jahresabschluss 2011 – WASSERWERK
Das Wasserwerk versorgt die Ortsgemeinden Forst und Ruppertsberg mit Trink- und Brauchwasser. Beim Jahresabschluss 2011, der auch in der vorbereitenden Sitzung des Bau-und Werkausschusses der VG am 27.08.2012 erläutert wurde, wurde wie auch in der Vergangenheit ein erfreuliches Betriebsergebnis erzielt. Der Jahresgewinn beläuft sich hier nach Prüfung durch das beauftragte Institut auf  ~ 27.000,- €, d.h. der vorgeschriebene Mindestgewinn wird um rd. 14.000,- € überschritten. Investiert wurde hauptsächlich in die Erstellung von Hausanschlüssen sowie die Anlagen im Bau , hier hauptsächlich die Leitungssanierung in der Baumgartenstraße in Ruppertsberg. Wie auch beim Kanalwerk weisen die Selbstfinanzierungsmittel des Wasserwerkes gegenüber den Investitionen eine Überdeckung aus (hier rd. 40.000,- €)
Lt.  Prüfbericht sind zum Zustand und der Entwicklung des Wasserwerkes z.Zt. keine Risiken erkennbar. Als evtl. einziger Unsicherheitsfaktor wird hier nach wie vor Unsicherheiten durch die geplante Einführung der Liberalisierung der Wasserversorgung genannt. Wie diese Marktöffnung und dieser Wettbewerb aussehen sollen, ist immer noch unklar. Allerdings sind nach unseren Recherchen schon seit längerer Zeit keine weiteren Aktivitäten der EU-Kommission hinsichtlich einer geplanten Marktöffnung erkennbar, hauptsächlich wohl auch den massiven Widersprüchen, Bedenken und Gegenargumenten der kommunalen Wasserversorger geschuldet.  
Die FWG-Fraktion wird auch hier dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zustimmen. Wir bedanken  uns bei allen Mitarbeitern der Werke und der Verwaltung für ihre geleistete Arbeit.